Dienstag, 26. Juli 2016

Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung bei Hufrehe

Häufig beginnen die Erzählungen über meine Patienten in etwa so: "Mein Pferd leidet an akuter Hufrehe, die Rotation liegt schon bei 13°! Kann man da noch etwas machen?".
Viele nehmen den Schweregrad der Rotation oder Senkung des Hufbeines als Maßstab für die Heilungschancen der Rehe und sind bei hohen Zahlen entsprechend verzweifelt und schockiert. Genau deshalb ist es immens wichtig, dass man eine Hufbeinrotation oder auch eine Senkung des Hufbeines richtig in das Krankheitsbild der Hufrehe einordnet. Nur so kann deren Bedeutung richtig erfasst werden!

Kurz: Was ist eigentlich eine Hufbeinrotation bzw. Hufbeindrehung?

Die Stärke einer Hufbeinrotation misst sich daran, wie weit sich das Hufbein von der Kontur der Hufwand entfernt hat. Als Grundlage für die Beurteilung dient also einerseits der Hufbeinwinkel (= Winkel zwischen der dorsalen Fläche des Hufbeines zum Untergrund) und der Hufwinkel (= Winkel der dorsalen Hufwand zum Untergrund). Je weiter sich das Hufbein also von der Hufwand entfernt, umso größer wird die Differenz zwischen diesen beiden Winkeln. Eine solche Veränderung kann einerseits durch den Zug der tiefen Beugesehne verursacht werden, dann verschiebt sich das Hufbein gegenüber dem Kron- und Fesselbein (sog. phalangeale Rotation). Im Falle der Hufrehe liegt die Ursache jedoch in der Beschädigung der Struktur zwischen Hufbein und Hufwand (= Hufbeinträger), so dass es zu einer Abtrennung der letzteren kommt (sog. kapsuläre Rotation).
Hufbeinrotation, Hufbeinsenkung
Der Übergang zur Hufbeinsenkung:

Bei der Senkung des Hufbeines bleibt die Parallelität zwischen dem Hufbein und der Hufwand anders wie bei einer Rotation erhalten. Hier vergrößert sich jedoch der Abstand zwischen dem Hufbein und der Hufwand. Übersteigt dieser Abstand eine Länge von 18 mm spricht man allgemein hin von einer Hufbeinsenkung. Bei einer Senkung ist es folglich in allen Teilen des Hufbeinträgers zu einer Trennung zur Hufwand gekommen.
Hufbeinrotation, Hufbeinsenkung
Eigentlich ist es also die Frage nach dem Huhn oder dem Ei:

War die Hufrehe zuerst da oder die Rotation bzw. Absenkung? Ihr denkt vielleicht, dumme Frage, ist es doch allgemein bekannt, dass die Entzündungsvorgänge bei einer akuten Hufrehe erst die Rotation und/oder Hufbeinsenkung auslöst, die Rehe also zuerst da gewesen sein muss. Warum aber seid ihr euch da sicher? Man findet z.B. Rotationen und Absenkungen des Hufbeins auch bei Fehlstellungen wie den Bock- oder auch Zwanghufen, egal ob genetisch bedingt oder durch eine falsche Hufbearbeitung/einen falschen Hufbeschlag ausgelöst. Es geht also auch ganz ohne Hufrehe. Wollen wir uns also einmal anschauen, wie genau die Hufrehe für eine Senkung oder Rotation des Hufbeines sorgen soll: Bei der akuten Hufrehe sollen die Entzündungsvorgänge den Hufbeinträger, die Struktur zwischen Hufbein und Hufwand, zerstören. Der Hufbeinträger besteht aus vielen Lamellen und hält das Hufbein in der richtigen Position. Man kann sich diese Lamellen in etwa wie einen Klettverschluss vorstellen. Sind diese Lamellen zerstört, ist das Hufbein "frei" und kann rotieren oder sinken. Würde dies stimmen, dann wäre es doch logisch, dass sich die Rotation oder Senkung nicht mehr rückgängig machen lässt. Wie Röntgenbilder von Pferden, die eine Hufrehe überstanden haben, jedoch zeigen, kann sich eine Rotation oder Senkung wieder vermindern. Der Hufbeinträger fängt sich also wieder an neu aufzubauen, sobald die akute Entzündung abgeheilt ist. Das muss bedeuten, dass das Hufbein bei wieder intaktem Hufbeinträger auch wieder in die richtige Position kommt. Das kann aber nicht funktionieren, wenn die Rotation bzw. Senkung überhaupt erst durch die Zerstörung des Hufbeinträgers durch die Entzündung möglich wird, denn dann müsste das Hufbein ja auch während der Entzündung wieder in die richtige Position kommen, da die "Bewegung des Hufbeines " ja nach dieser Theorie nur durch die Entzündung überhaupt zustande kommen kann. Warum kann das Hufbein also trotzdem wieder in die richtige Position kommen? Es erscheint mir logisch, dass das Hufbein nach der Hufrehe durch eine richtige Hufbearbeitung, also durch eine richtige Stellung des gesamten Hufes, wieder in die richtige Position kommt. Somit bewegt sich nämlich auch nicht das Hufbein selbst beim Vorgang einer Hufbeinrotation oder -senkung, sondern die äußere Hornkapsel des Hufes. Nicht das Hufbein entfernt oder dreht sich von der Hufwand ab, sondern die Hufwand entfernt sich vom Hufbein. Ist die Hufbearbeitung also fehlerhaft, indem z.B. die Zehe zu lang ist, vergrößert sich der Abstand zwischen Hufbein und Hufwand logischerweise, so dass die Hornkapsel nicht mehr im richtigen Winkel zum Hufbein stehen kann. Durch diese Verschiebung entsteht schließlich die Entzündung, sprich die Hufrehe. Für diesen Ablauf spricht, dass man die Prozesse der Rotation und Senkung mit einer richtigen Hufstellung umkehren kann. Und genau deshalb ist bei einer akuten Hufehe auch die lokale Hufbearbeitung so immens wichtig, denn es gilt die Rotation bzw. Senkung nicht noch zu verschlimmern und dem Huf wieder die korrekte Stellung zu geben!

Mehr Infos rund um Hufrehe gibt es hier: Klick hier!

Donnerstag, 14. Juli 2016

Vorbeugung ist das A & O bei Hufrehe!

Leider ist es nun einmal so, dass Pferde, Ponys und Esel die einmal eine Hufrehe erlitten haben, häufig immer wieder davon betroffen sind. Die richtige Vorbeugung spielt also bei Hufrehe eine sehr wichtige Rolle und kann nicht nur unseren Vierbeinern vieles ersparen!

Wie wir ja wissen, gibt es ganz unterschiedliche Ursachen für Hufrehe, wie wir aber auch wissen, handelt es sich bei der Hufrehe generell um eine Entzündung der Huflederhaut. Im akuten Schub ist die Aufgabe der Kräuter also die Entzündung zum Stoppen zu bringen. Es sind demnach entzündungshemmende und durchblutungsregulierende Kräuter gefragt. Darüber hinaus ist es natürlich im akuten Stadium auch ratsam den Stoffwechsel allgemein anzukurbeln, so dass wir die körpereigene Entgiftung fördern. Alles Punkte, die auch für eine Vorbeugung "kontrolliert" werden müssen. Die Kräuter, die uns also im akuten Stadium helfen die Rehe zu bekämpfen, helfen danach logischerweise auch erneuten Schüben vorzubeugen, in dem sie verhindern, dass ein erneutes Ungleichgewicht bzw. eine Entzündung entstehen kann.

So weit so gut. Nun liest man aber häufig, dass Kräuter allgemein nur kurweise gefüttert werden dürfen. Manchmal heißt es dabei, dass es sonst schädlich wäre oder dann wiederum dass ein Gewöhnungseffekt stattfindet. Einen Gewöhnungseffekt kann man jedoch ganz simpel ausschließen: Erstens werden Kräuter auch beim Menschen eingesetzt und hier spricht keiner von Gewöhnung. Warum sollte es beim Pferdeorganismus anders sein wie beim Organismus von uns Menschen? Es werden ja schließlich auch die gleichen Kräuter eingesetzt. Oder kennt ihr z.B. eine Brennessel die speziell für Menschen wächst und eine spezielle "Pferdebrennessel"? Und zweitens, habe ich in meiner mittlerweile jahrelangen Praxiserfahrung noch keinen Fall erlebt, wo die Kräuter plötzlich weniger bzw. nicht mehr gewirkt hätten. Und was die angepriesene schädliche Wirkung betrifft, so tritt diese auch nicht plötzlich ein. Wenn ein Kraut für ein Pferd schädlich ist, dann ist dieses Kraut von Beginn an schädlich, unverträglich bzw. giftig. Und solche Kräuter werden natürlich grundsätzlich nicht gefüttert!

Ist der akute Reheschub also erfolgreich besiegt, gehört Rehe-Ex und Hufelexier trotzdem weiterhin auf den täglichen Futterplan, um dieser schlimmen Erkrankung keine neue Chance zu geben!


Hier gehts zu den Kräutern gegen Hufrehe: Klick hier

Mittwoch, 22. Juni 2016

Leckeres Gras für Uschi, Melodie & Co.!

Anweidezeit ist bekanntlich nicht nur Kotwasserzeit sondern auch Rehezeit! Dass dies nicht so sein muss und dass Gras auch für Pferde, die an Hufrehe gelitten haben, keineswegs lebenslang tabu sein muss zeigt mir meine nunmehr jahrelange Erfahrung mit Hufrehe-Patienten immer wieder auf. In diesem Sinne möchte ich Euch stellvertretend an dieser Stelle ein paar Worte meiner Patienten zukommen lassen, um zu zeigen, dass auch diese Pferde nicht auf das leckere Gras verzichten müssen:

Eva befindet sich auf bestem Wege:
Hallo Frau Nehls, dank Ihrer Anleitung, die ich konsequent eingehalten habe, läuft meine Ponystute heute wieder fast normal! Vor ein paar Tagen hat sie den ersten freiwilligen Galopp auf der Wiese hingelegt. Mit Ihren Kräutern und homöopathischen Mitteln haben sie Ihr vermutlich das Leben gerettet. Sie bekommt täglich immer wieder ein Mini-Stückchen Wiese dazu. Mir geht so das Herz auf, wenn ich sie wieder über die Wiese galoppieren sehe! Ich bin Ihnen unglaublich dankbar!
Viele herzliche Grüße, Eva
Aktueller Zwischenstand bei Uschi:
Liebe Frau Nehls, hier wieder eine Rückmeldung von Uschi.
Es geht ihr sehr gut. Sie hat jetzt täglich 2 Stunden Weidegang (langes , älteres Gras), bekommt weiterhin mehrere kleine Portionen Heu, Rehefutter, Hufelexier, und Teeaufguß aus Lauf Fit und Rehe Ex. Heute haben wir seit Wochen mal wieder einen Spaziergang mit der Ponyherde gemacht. Sie lief bis zum Schluss völlig normal mit.
Bin vollkommen zufrieden und hoffe, dass es so bleibt.
Nochmals vielen Dank auch in Uschis Namen. Liebe Grüße, Bettina
Melodie ist schon weiter und darf schon etwas länger auf die Weide wie Uschi:
Sehr geehrte Frau Nehls!
Ich darf Ihnen mitteilen, dass es Melodie sehr sehr gut geht. Wir arbeiten bereits wieder normal mit Schritt, Trab und Galopp.
Natürlich nicht täglich, aber dennoch 3-4 mal die Woche. Den Koppelgang haben wir langsam gesteigert. Mittlerweile ist sie von mittags bis am frühen Nachmittag auf der Koppel und genießt das sehr mit ihrem Freund Fernando zusammen zu sein und sich zu kraulen.
Ende März haben wir einen Kontrollblutbefund und ein Kontrollröntgen der Vorderhufe gemacht. Der Blutbefund war bei WEITEM besser als im akuten Rehezustand. Aber Melodie hat auch sehr viel abgespeckt!! Das Hufbein ist nicht weiter rotiert als im Röntgen vom November 2015.
Alles in Allem sind wir auf einem guten Weg und hoffen, dass das auch so bleibt.
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe. Mit lieben Grüßen, Silvia
Mehr Infos zum Weidegang bei Rehepferden findet Ihr hier: Klick hier!

Die vorbeugenden Kräuter gibt es hingegen hier: Klick hier!

Eure Claudia

Freitag, 17. Juni 2016

Zu alt für eine Therapie?

Manchmal kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln... Aber bitte liest erst einmal:
Pony Milano, ca. 24 Jahre alt, Cushing-Syndrom und Plattenepithelkarzinom. Nach zu langer Zeit hatte sich dann herausgestellt, dass mein Pony Milano zusätzlich unter einer akuten Hufrehe litt. Dies war auch das Problem. Mein damaliger Tierarzt hat mir geraten, ihn einzuschläfern. Es gäbe schließlich keine Therapiemöglichkeit bei der „Cushing Rehe“, fütterungstechnisch wäre eine Umstellung sinnlos. Milano machte aber nicht den Eindruck, als wollte er erlöst werden. Eher schien es mir, als wollte er mir sagen, mach was! Voller Verzweiflung suchte ich im Internet nach Hilfe und fand glücklicherweise die tolle HP von Frau Nehls. Ich war mir jedoch unsicher, welche Produkte ich versuchen sollte. Daher schrieb ich schließlich in meiner Mittagspause Frau Nehls eine E-Mail. Ich war verblüfft, nach nicht mal einer Stunde bekam ich schon eine Antwort! Frau Nehls hat mir empfohlen schnellstmöglich eine Kombination aus mehreren Produkten meinem Milano zu geben.
Dies waren folgende Produkte: Nehls Hufelexier; Rehe-Ex getrocknet; Cush-Kräuter, Lauf-fit getrocknet (für den Bewegungsapparat, da die Rehe bereits mehr als 4 Wochen dauerte) und Nehls Ponyfutter.
Meine bisherigen Futtermittel sollte ich komplett weglassen und nur noch Heu dazu füttern. Ich bin ehrlich, so richtig dran geglaubt hab ich nicht. Die ganzen Erfahrungsberichte von der HP schienen mir doch arg übertrieben. Es war aber für Milano die letzte Chance und Hoffnung. Die Produkte kamen super schnell per Post an. Sofort fing ich am selben Abend mit der Fütterung nach der Empfehlung von Frau Nehls an. Ich hab mich strikt an die Anweisungen gehalten und konnte auch jederzeit Frau Nehls per Mail erreichen und meine sämtlichen Fragen zur Hufrehe loswerden. Nach ein paar Tagen schien eine leichte Besserung zu erkennen. Die Schmerzkrämpfe bzw. ein Schmerzstöhnen war nicht mehr zu vernehmen. Super! Die Schmerzen schienen weniger zu werden. Nach knapp 1 ½ Wochen war es wie ein Wunder, Milano kam mir abends flotten Schrittes entgegen. Ohne Humpeln oder zaghafte Schritte. Ich wurde von mehreren Leuten angesprochen, was ich mit Milano gemacht hätte, er wäre plötzlich wieder so munter. Anfangs wurde ich belächelt, als ich davon sprach, dass ich Kräuter bestellt hatte, die meine letzte Hoffnung wären. Keiner glaubte an eine Wirkung, sie haben mich wohl eher bemitleidet, dass ich mich nicht von dem kranken Pony trennen konnte. Wir wurden alle von der Wirkung der Kräuter bei Hufrehe überwältigt und ich bin besonders froh, dass mir mein Milano noch erhalten bleibt. Es geht nun immer besser! Jeder Cent für die Produkte von Frau Nehls hat sich gelohnt. Ich werde auch in Zukunft die Produkte fleißig weiter verabreichen (Rehe-Ex; Lauf-fit; Pony Futter und Cush-Kräuter, bei Bedarf und kurweise auch das Hufelexier). Ich kann nur ein großes Dankeschön an Frau Nehls richten. Ohne Ihr Wissen und Ihre genialen Kräuter, wäre Milano jetzt bereits im Pferdehimmel! Ich rate allen Pferdebesitzern mit Herz, gebt euren Pferden die Chance!!! Sabine & Milano
Auch wenn Vorerkrankungen vorliegen (Cushing inklusive!) kann man etwas gegen Hufrehe machen. Und ja auch Ü20-er haben noch eine Therapie verdient! Ich bin sicher, dass Milano noch viele Jahre vor sich hat und glaube der schöne Erfahrungsbericht von Sabine spricht hier für sich selbst. :-)

Eure Claudia


Informationen zu Cushing & Hufrehe findet Ihr auch hier: Klick hier!

Donnerstag, 9. Juni 2016

Hufrehe einmal nebenbei!

Meist liest und hört man eher von den richtig schweren Fällen, die hoffnungslos scheinen. Heute möchte ich jedoch etwas leichtere Kost "auftischen":

Eine Namensvetterin von mir ist mit Ihrem Pferd eigentlich aufgrund von Atemwegsproblemen bei mir in Behandlung, was sich soweit auch gut gebessert hat. Nun zeigte Harpa zusätzlich eine Lahmheit, die nicht sofort zugeordnet werden konnte:
Liebe Fr. Nehls, ich wollte Ihnen mal kurz Bescheid geben, dass ich die Therapie nun seit 2,5 Wochen durchführe und es Harpa unglaublich gut geht. Trotz des Wetterwechsels und schwülen Wetters überhaupt keine Probleme! Das Pony ist munter und macht viel Mist, so kenne ich sie ; ) Ich muss nicht mehr Inhalieren, sie atmet sehr entspannt. Die Atemfrequenz ist erhöht wenn es warm ist, aber da atmen die gesunden Pferde ja auch schneller. Jetzt habe ich das nächste Problem: sie lahmt seit 5 Wochen und keiner findet die Ursache. Ich habe heute mit einer Mitarbeiterin von Ihnen telefoniert, die einen leichten Reheschub vermutet. Die Mittel sind bestellt, so bin ich auch hier jetzt guter Hoffnung. Es hat uns schon echt getroffen und meine Nerven liegen blank aber ich bin guter Dinge, dass endlich alles gut wird!! Herzlichsten Dank!! Claudia
Unsere Vermutung, dass es sich bei Harpa um einen leichten Reheschub handelte, bestätigte sich schnell:
Hallo Fr. Nehls, ich füttere nun seit 3 Tagen das Rehe-Ex und Lauf-Fit und es grenzt an ein Wunder, das Pony lief heute erstmals wieder fast ganz klar!! Ich muss das noch ein paar Tage beobachten, aber ich kann es nicht fassen... Die Atmung ist weiterhin sehr gut!
Eine Frage: wie schnell soll ich mit dem Reiten beginnen? Falls es ein leichter Reheschub war, wäre es wahrscheinlich gut, ganz langsam zu beginnen, oder? Muss ich jetzt Angst haben, dass ich öfter damit zu tun habe? Viele Grüße, Claudia
Auch wenn es Harpa nun schon wieder deutlich besser geht, sollte mit der Bewegung trotzdem noch vorsichtig umgegangen werden und dabei unbedingt auf das Tier selbst gehört werden. Die Sache zu diesem Zeitpunkt zu überstürzen ist nicht ratsam. Da meine Erfahrung gezeigt hat, dass von Hufrehe betroffene Pferde später meist wieder davon betroffen sind, empfehle ich die helfenden Produkte nicht nur während des akuten Schubes, sondern nahtlos auch danach weiter zu füttern, so dass zukünftigen Schüben von Anfang an effizient vorgebeugt werden kann (z.B. mit Rehe-Ex und Hufelexier).

Ich denke auch, dass viel mehr Pferde ähnlich wie jetzt bei Harpa an Hufrehe leiden, die Hufrehe an sich aber nicht als solche erkannt wird (wie bei Harpa...). Dadurch dass dies nicht behandelt wird, kommt es immer wieder vor und zieht so natürlich immer schwerere Folgen mit sich. Wir sehen, wie immens wichtig es ist, auch leichte Reheschübe ernst zu nehmen und gezielt anzugehen!

Eure Claudia

Mehr Infos zu "wie erkenne ich Hufrehe?" findet Ihr hier: Klick hier!

Freitag, 13. Mai 2016

Was lange währt, wird endlich gut....

 

Heute möchte ich einmal von Crazy und Jeremy berichten, deren Hufrehe sehr lange andauerte. Bei diesen beiden zeigte sich, dass wir immer auch die lokale Hufsituation im Blick haben müssen. Da sich diese jedoch leider nicht von heute auf morgen ändern lässt, liegt hier auch mit einer der Gründe, warum die Regulierung der Probleme so lange andauerte. Ohne eine Korrektur der desaströsen Hufsituation bei Crazy und Jeremy war eine Beschwerde Freiheit gar nicht möglich. Gleichzeitig benötigten beide auch eine intensive und wirksame Unterstützung für die innerlichen Vorgänge, die ebenfalls völlig aus der Balance geraten waren. Hier setzte ich die bei starken und lang andauernden Reheschüben Kombination aus Rehe-Ex, Hufelexier, Lauf Fit und Muskel Stark ein, um den entgleisten Stoffwechsel zu regulieren, den Hufapparat zu stärken und die durch die Schmerz Schon Haltung eingeschränkte Beweglichkeit wieder herzustellen. Mit dieser Unterstützung haben Crazy & Jeremy die Entzündungsprozesse überstehen können, so dass danach auch wieder an eine Hufbearbeitung zu denken war. Im folgenden Video seht Ihr Crazy und Jeremy am Anfang der Behandlung mit den dann folgenden Hufbearbeitungen und natürlich dem glücklichen Ende für die beiden!


Dienstag, 3. Mai 2016

Nulldiät bei Hufrehe?

Dass die richtige Pferdefütterung allgemein ein wichtiger Faktor für die Gesundheit unserer Vierbeiner ist, ist unumstritten. So kann auch bei Hufrehe Patienten die richtige Fütterung einen entscheidenden Beitrag zur Regulation des Hufrehe Schubes leisten.
Die Gretchenfrage lautet also: Welche Pferdefütterung ist bei Hufrehe eigentlich richtig?
Die wohl am weitesten verbreitete Meinung hierzu klingt zusammengefasst etwa so: strikte Nulldiät, detailliertes Planen und Abwiegen der einzelnen Futterrationen sowie keinesfalls Weide. Meine Erfahrungen zeigten mir jedoch immer wieder das Gegenteil auf. Stellvertretend für meine Hufrehe Patienten, die das Leben auf der Weide wieder in vollen Zügen genießen können, hier der Erfahrungsbericht von Merlin:
Sehr geehrte Frau Nehls, hier ist mein Erfahrungsbericht über das Hufelexier und Rehe-Ex:
Meinen Haflinger-Mix "Merlin" habe ich im Alter von 4 Monaten aus einem Pferdetransport nach Polen freigekauft. Ich wollte ihn als Beistellpferd zu für meinen 6-jährigen Württembergermix. Er war sehr abgemagert u. völlig verwurmt. Mit Hilfe von Tierarzt u. Homöopathie wurde aus ihm wirklich ein Prachtkerl. Habe ihn dann eingeritten u. eingefahren. Dann kam im Frühjahr 2003 der Schock: Hufrehe!!! Das ganze Programm begann: Aderlass, Medikamente, Homöopathie, Sand und Torf in seiner Box, Rehebeschlag usw. Es ging ihm dann auch wieder besser, habe ihn dann nur noch im Schritt geritten und nicht mehr gefahren. Da meine Pferde den ganzen Tag auf der Weide sind, habe ich für Merlin ein Stückchen extra eingezäunt auf der kein Gras wächst. Merlin lief wieder gut, aber immer wieder hatte er dann doch Probleme und lief sehr steif. Dann kann das Frühjahr 2004 und er hatte im Mai 2004 wieder einen sehr schlimmen Reheschub. Ich war schon ganz verzweifelt. Aber Merlin hatte so einen Lebenswillen und kämpfte. Und dann habe ich das Internet durchstöbert und bin auf Ihre Seite gekommen. Und das war Merlins Rettung. Schon nachdem ich 2 Tage das Hufelexier gegeben hatte, ging es Merlin bedeutend besser. Habe ihm auch noch 2 x täglich Rehe-Ex gefüttert (mit Karotten vermischt) was ihm sehr schmeckt. Von Tag zu Tag ging es Merlin besser. Heute September 2004 geht es Merlin prächtig. Er läuft, als ob er niemals Hufrehe gehabt hat. Ich gebe ihm immer noch täglich das Hufelexier u. 1 x täglich Rehe-Ex mit Karotten. Sonst bekommt er Heu u. Stroh gemischt u. ist täglich v. morgens bis abends auf der Weide. Kraftfutter bekommt er nicht. Ich reite noch im Schritt ein wenig oder laufe mit ihm spazieren. Und alle die meinten, ich solle Merlin einschläfern lassen, können es kaum fassen, wie toll Merlin wieder läuft u. aussieht. Mein Merlin ist so ein wunderbares, anhängliches und liebes Pferd, dass er es absolut verdient hat ein schmerzfreies Leben zu führen. Und ich bin sehr froh, dass ich Ihre Produkte entdeckt habe. Liebe und dankbare Grüße vom Bodensee A. Petri u. Merlin
Manche mögen jetzt vielleicht sagen, dieser Erfahrungsbericht ist ja schon uralt, aber ich habe bewusst einen älteren gewählt, denn auch an meiner Fütterungs- und Therapieeinstellung gegenüber Hufrehe hat sich seither nichts geändert und der Erfahrungsbericht von Merlin ist heute immer noch genauso aktuell wie damals. Die Fütterung meiner Patienten sieht grob so aus: gutes Heu, als Krippenfutter je nach Futterzustand Nehls Pferdefutter Rehe, Nehls Pony Futter, Nehls Horsewellness Cobs oder auch eines meiner Getreide freien Müslis, als Ergänzungsfutter Nehls Rehe-Ex und Hufelexier (im akuten Zustand wie auch zur dauerhaften Vorbeugung) und je nach Verlauf der Hufrehe zusätzlich Lauf-Fit und Muskel-Stark sowie den Vet-Komplex Nr. 2 und Nr. 5.
Meine Praxisergebnisse zeigen seit Jahren unmissverständlich auf, dass es funktioniert und von Hufrehe betroffene Pferde keineswegs ein Dasein ohne Grün und strikten Mini-Portionen fristen müssen. Es geht auch anders!
Und wer jetzt aufschreit „Was ist mit Fruktan, Proteinen, Stärke, Zucker, Kohlenhdydraten, Selen usw.?!“, der darf gerne einmal hier weiterlesen:

Klick hier für Infos rund um „Fruktan und Hufrehe“

Klick hier für Infos rund um  „Selen und Hufrehe“

Dort habe ich einmal ausführlich hergeleitet, wieso dies nur ANGEBLICHE Auslöser sein können, da es hier sonst langsam den Rahmen sprengen würde. ;-)

Und wer gerne noch weitere allgemeine Informationen zur Fütterung von Rehepferden lesen möchte, der wird hier fündig: Klick hier!

Eure Claudia